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RDKS zurücksetzen und Reifen selbst wechseln: was geht und was nicht

Räderwechsel, Reifenwechsel, Zurücksetzen – drei Arbeiten, die oft verwechselt werden

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Kurz gesagt

Zwei Fragen tauchen rund um das Reifendruckkontrollsystem immer wieder auf: Kann man Reifen mit RDKS noch selbst wechseln, und wie setzt man das System danach zurück? Die Antwort ist in beiden Fällen einfacher, als es klingt — man muss nur zwei Arbeiten auseinanderhalten.

Räderwechsel oder Reifenwechsel: der entscheidende Unterschied

Beim Räderwechsel kommt das komplette Rad ab, also Felge samt Reifen. Der Sensor bleibt dabei unangetastet, er sitzt ja im Reifen auf der Felge. Diese Arbeit können Sie wie immer selbst erledigen.

Beim Reifenwechsel geht der Reifen von der Felge. Genau dort sitzt der Sensor, und genau dort wird er beschädigt, wenn das Montiereisen den Sensorkörper trifft. Dafür braucht es einen Reifenfachbetrieb mit Montiermaschine und Wuchtbank.

Was beim Räderwechsel mit dem System passiert

Viele Fahrzeuge können zwei Sätze Sensor-IDs speichern und erkennen den gewechselten Satz automatisch. Andere lernen bei jedem Wechsel neu, das passiert während der Fahrt. Eine Meldung direkt nach dem Radwechsel bedeutet deshalb nicht, dass ein Sensor defekt ist: Oft muss das System nur zurückgesetzt werden und die neuen IDs während der Fahrt erfassen.

Sind auf dem zweiten Radsatz gar keine Sensoren montiert, bleibt die Warnleuchte an. Das ist kein Defekt, sondern eine fehlende Ausstattung.

RDKS zurücksetzen: der Ablauf

Zurücksetzen heißt, dass der aktuelle Reifendruck als Sollwert übernommen wird. Ein Gerät brauchen Sie dafür nicht, das läuft über das Bordmenü.

  1. Luftdruck an allen vier Rädern bei kalten Reifen prüfen und auf den Sollwert bringen. Der Wert steht im Tankdeckel oder in der Türsäule.
  2. Zündung einschalten und im Bordmenü den Reifendruck zurücksetzen oder speichern. Wo dieser Punkt liegt und wie er heißt, unterscheidet sich je nach Fahrzeug, siehe Bordbuch.
  3. Losfahren. Die meisten Systeme brauchen einige Minuten Fahrt oberhalb von etwa 25 km/h, bis alle vier Sensoren gesendet haben.
  4. Kontrolle: Erlischt die Warnleuchte und stehen die Werte im Display, ist alles erledigt.

Wichtig ist die Reihenfolge. Das System übernimmt beim Zurücksetzen den aktuellen Wert als Referenz. Füllen Sie deshalb bei kalten Reifen; warm gefahrene Reifen zeigen bis zu 0,3 bar mehr an. Wer bei warmen Reifen Luft ablässt, fährt anschließend mit zu wenig Druck.

Tipp: Füllen Sie immer bei kalten Reifen. Warm gefahrene Reifen zeigen bis zu 0,3 bar mehr an; wer dann Luft ablässt, fährt anschließend mit zu wenig Druck.

Fahrgestellnummer senden – wir sagen Ihnen, welcher Reifendrucksensor in Ihr Fahrzeug gehört.

Damit wir sofort den passenden Sensor nennen können, schreiben Sie uns bitte: 1. die Fahrgestellnummer (FIN), 2. Fahrzeug und Baujahr, 3. die Nummer, die auf Ihrem alten Sensor steht. Wir prüfen Ihre Anfrage – Bearbeitungszeit in der Regel bis zu 60 Minuten.

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oder über das Kontaktformular

Drei Begriffe, die oft verwechselt werden

In der Praxis werden drei Vorgänge durcheinandergeworfen, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben.

BegriffWas passiertGerät nötig
ProgrammierenEin leerer Universalsensor bekommt das Fahrzeugprotokoll und eine Sensor-ID geschriebenJa, RDKS-Programmiergerät
AnlernenDie Sensor-IDs werden dem Steuergerät und den Radpositionen bekannt gemachtJe nach Fahrzeug
ZurücksetzenDer aktuelle Reifendruck wird als Sollwert übernommenNein, Bordmenü

Bei einem vorprogrammierten Sensor entfallen die ersten beiden Schritte: Der Sensor trägt das Protokoll der jeweiligen OE-Nummer bereits ab Werk, das Fahrzeug bekommt genau das Funktelegramm, das es erwartet.

Direktes und indirektes System

Ein direkt messendes RDKS hat in jedem Rad einen Sensor, der den tatsächlichen Druck und die Temperatur misst und per Funk meldet. Sie sehen im Display einen echten Wert in bar. Diese Systeme brauchen bei einem Defekt einen neuen Sensor.

Ein indirekt messendes RDKS hat gar keine Sensoren im Rad. Es wertet die Raddrehzahlen aus dem ABS aus: Ein Reifen mit zu wenig Luft hat einen kleineren Abrollumfang und dreht schneller. Solche Systeme zeigen keinen Wert in bar an und werden nach jedem Luftdruckwechsel über eine Taste oder das Menü neu kalibriert. Wenn Ihr Fahrzeug ein indirektes System hat, brauchen Sie keinen Sensor.

Was Sie beim Sensorwechsel beachten sollten

Beim Wechsel gehören ein neuer Dichtring und eine neue Ventilmutter dazu, das vorgeschriebene Anzugsmoment ist einzuhalten, danach wird das Rad gewuchtet. Metall- und Aluminiumventile sind stabiler als Gummiventile, brauchen aber bei jedem Reifenwechsel einen neuen Dichtring und das richtige Drehmoment. Aluminium ist zudem empfindlich gegenüber Korrosion, wenn Streusalz und ein Stahlteil zusammenkommen.

Wer ohnehin einen Reifenwechsel plant und alte Sensoren im Rad hat, tauscht sinnvollerweise alle vier im selben Arbeitsgang. Jeder einzelne Wechsel bedeutet sonst wieder Reifen von der Felge, wuchten, montieren.

Warum die Warnleuchte nicht ignoriert werden sollte

Bei der Hauptuntersuchung wird die Funktion des Reifendruckkontrollsystems kontrolliert. Eine dauerhaft leuchtende Kontrollleuchte führt zu einer Beanstandung. Wichtiger ist der praktische Punkt: Ein schleichender Druckverlust bleibt ohne funktionierendes System oft wochenlang unbemerkt. Zu wenig Druck kostet Haftung, erhöht den Verbrauch und belastet die Reifenflanke.

Häufige Fragen

Kann man Reifen mit Reifendrucksensor selber wechseln?

Räder ab- und anschrauben können Sie selbst. Sobald der Reifen von der Felge muss, ist ein Reifenfachbetrieb mit Montiermaschine und Wuchtbank nötig, weil genau dort der Sensor sitzt.

Wie lange dauert es, bis die Warnleuchte ausgeht?

Meist einige Minuten Fahrt. Bei manchen Fahrzeugen dauert es bis zu 20 Minuten, bis alle vier Sensoren erfasst sind.

Muss ich nach jedem Räderwechsel zurücksetzen?

Nicht zwingend. Viele Fahrzeuge erkennen den gewechselten Satz automatisch. Wenn Sie den Luftdruck verändert haben, ist das Zurücksetzen aber sinnvoll, damit das System den richtigen Sollwert kennt.

Wo finde ich den richtigen Reifendruck für mein Fahrzeug?

Im Tankdeckel oder in der Türsäule. Die Angaben unterscheiden sich je nach Reifengröße und Beladung, siehe Bordbuch.

Kann ich einen gebrauchten Sensor einbauen?

Technisch ja, wenn Protokoll und OE-Nummer passen. Sie wissen dann aber nicht, wie viel Batterie noch übrig ist. Bei 5 bis 7 Jahren Lebensdauer ist das ein Risiko für eine kleine Ersparnis.

Fahrgestellnummer senden – wir sagen Ihnen, welcher Reifendrucksensor in Ihr Fahrzeug gehört.

Damit wir sofort den passenden Sensor nennen können, schreiben Sie uns bitte: 1. die Fahrgestellnummer (FIN), 2. Fahrzeug und Baujahr, 3. die Nummer, die auf Ihrem alten Sensor steht. Wir prüfen Ihre Anfrage – Bearbeitungszeit in der Regel bis zu 60 Minuten.

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