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RDKS anlernen: was Plug & Play bedeutet und was nach dem Einbau passiert

Programmieren, anlernen, zurücksetzen – was Sie wirklich tun müssen

Ratgeber · AZ-Teile Kfz-Meisterbetrieb · TOP Werkstatt 2025 und 2026 – zwei Jahre in Folge ausgezeichnet von auto motor und sport

Kurz gesagt

Rund um das Thema anlernen kursiert viel Halbwissen. Der Kern ist einfach: Ob Sie ein Gerät brauchen, entscheidet sich beim Kauf des Sensors, nicht beim Einbau.

Zwei Systeme, die oft verwechselt werden

Ein direkt messendes RDKS hat in jedem Rad einen Sensor, der den tatsächlichen Druck und die Temperatur misst und per Funk an das Fahrzeug meldet. Sie sehen im Display einen echten Wert in bar. Diese Systeme brauchen bei einem Defekt einen neuen Sensor.

Ein indirekt messendes RDKS hat gar keine Sensoren im Rad. Es wertet die Raddrehzahlen aus dem ABS aus. Ein Reifen mit zu wenig Luft hat einen kleineren Abrollumfang und dreht schneller, daraus schließt die Software auf Druckverlust. Solche Systeme zeigen keinen Wert in bar an und werden nach jedem Luftdruckwechsel über eine Taste oder das Menü neu kalibriert. Wenn Ihr Fahrzeug ein indirektes System hat, brauchen Sie keinen Sensor.

Alles Weitere auf dieser Seite betrifft direkt messende Systeme.

Anlernen, programmieren, kalibrieren: die Begriffe

In der Praxis werden drei Vorgänge durcheinandergeworfen.

BegriffWas passiertGerät nötig
ProgrammierenEin leerer Universalsensor bekommt das Fahrzeugprotokoll und eine Sensor-ID geschriebenJa, RDKS-Programmiergerät
AnlernenDie Sensor-IDs werden dem Steuergerät und den Radpositionen bekannt gemachtJe nach Fahrzeug
ZurücksetzenDer aktuelle Reifendruck wird als Sollwert übernommenNein, Bordmenü

Warum unsere Sensoren keinen der ersten beiden Schritte brauchen

Plug & Play heißt bei uns: Der Sensor ist bereits auf die OE-Nummer Ihres Fahrzeugs vorprogrammiert. Sie brauchen kein Diagnosegerät und kein Anlernen. Nach dem Einbau erkennt das Fahrzeug den Sensor während einer kurzen Fahrt. Bei Bedarf setzen Sie den Reifendruck im Bordmenü zurück.

Der Grund ist der Auslieferungszustand. Unsere Sensoren tragen das Protokoll der jeweiligen OE-Nummer bereits ab Werk, also zum Beispiel 5Q0907275F für den Konzernbaukasten, 36106877936 für BMW mit RDCi oder A0009057205 für die neueren Mercedes-Baureihen. Das Fahrzeug bekommt genau das Funktelegramm, das es erwartet. Ein Programmiergerät müsste diesen Zustand erst herstellen.

Fahrgestellnummer senden – wir sagen Ihnen, welcher Reifendrucksensor in Ihr Fahrzeug gehört.

Damit wir sofort den passenden Sensor nennen können, schreiben Sie uns bitte: 1. die Fahrgestellnummer (FIN), 2. Fahrzeug und Baujahr, 3. die Nummer, die auf Ihrem alten Sensor steht. Wir prüfen Ihre Anfrage – Bearbeitungszeit in der Regel bis zu 60 Minuten.

Per E-Mail sendenPer WhatsApp senden

oder über das Kontaktformular

Der Ablauf nach dem Einbau

  1. Sensor einbauen lassen. Der Reifen muss von der Felge, das erledigt ein Reifenfachbetrieb mit Montiermaschine und Wuchtbank.
  2. Reifendruck auf den Sollwert bringen. Der steht im Tankdeckel oder in der Türsäule.
  3. Zündung einschalten und im Bordmenü den Reifendruck zurücksetzen oder speichern, sofern Ihr Fahrzeug diese Funktion hat.
  4. Losfahren. Die meisten Systeme brauchen einige Minuten Fahrt oberhalb von etwa 25 km/h, bis alle vier Sensoren gesendet haben.
  5. Kontrolle. Erlischt die Warnleuchte und stehen die Werte im Display, ist alles erledigt.

Dass die Warnleuchte direkt nach dem Einbau noch brennt, ist normal. Sensoren senden im Stand seltener, um Batterie zu sparen. Erst in Bewegung schalten sie in den schnelleren Sendetakt.

Wann doch ein Diagnosegerät nötig ist

Es gibt drei Fälle. Erstens bei Universalsensoren, die leer ausgeliefert werden und zwingend beschrieben werden müssen. Zweitens bei Fahrzeugen, die die Radpositionen fest im Steuergerät hinterlegt haben und nach einem Radtausch eine Positionszuordnung verlangen. Drittens, wenn nach dem Wechsel ein Fehlereintrag im Speicher steht, der nicht von selbst verschwindet. Für die ersten beiden Fälle gilt: Bei einem vorprogrammierten Sensor mit korrekter OE-Nummer tritt Fall eins nicht auf, und Fall zwei betrifft nur wenige Baureihen.

Reifendruck richtig einstellen

Bevor Sie zurücksetzen, muss der Druck stimmen. Das System übernimmt beim Reset den aktuellen Wert als Referenz. Füllen Sie bei kalten Reifen, warm gefahrene Reifen zeigen bis zu 0,3 bar mehr an. Wer bei warmen Reifen Luft ablässt, fährt anschließend mit zu wenig Druck.

Häufige Fragen

Muss ich zum Anlernen in einen Fachbetrieb?

Für vorprogrammierte Sensoren nicht. Der Sensor meldet sich selbst am Fahrzeug an. Für den Einbau selbst brauchen Sie einen Betrieb mit Reifenmontiermaschine, weil der Reifen von der Felge muss.

Wie lange dauert es, bis die Leuchte ausgeht?

Meist einige Minuten Fahrt. Bei manchen Fahrzeugen dauert es bis zu 20 Minuten, bis alle vier Sensoren erfasst sind.

Was, wenn ich zwei Radsätze fahre?

Viele Fahrzeuge können zwei Sätze Sensor-IDs speichern und erkennen den gewechselten Satz automatisch. Andere lernen bei jedem Wechsel neu, das passiert während der Fahrt.

Kann ich einen gebrauchten Sensor einbauen?

Technisch ja, wenn Protokoll und OE-Nummer passen. Sie wissen dann aber nicht, wie viel Batterie noch übrig ist. Bei 5 bis 7 Jahren Lebensdauer ist das ein Risiko für eine kleine Ersparnis.

Fahrgestellnummer senden – wir sagen Ihnen, welcher Reifendrucksensor in Ihr Fahrzeug gehört.

Damit wir sofort den passenden Sensor nennen können, schreiben Sie uns bitte: 1. die Fahrgestellnummer (FIN), 2. Fahrzeug und Baujahr, 3. die Nummer, die auf Ihrem alten Sensor steht. Wir prüfen Ihre Anfrage – Bearbeitungszeit in der Regel bis zu 60 Minuten.

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