Verteilergetriebe: Neuteil, Austauschgetriebe oder Instandsetzung — welcher Weg passt zu Ihrem Fahrzeug?
Wenn feststeht, dass das Verteilergetriebe hinüber ist, stehen drei Wege offen. Sie unterscheiden sich im Aufwand, vor allem aber darin, wie lange das Auto steht, was hinterher abgedeckt ist und ob am Ende Ihr eigenes Getriebe wieder im Wagen sitzt.
Weg 1: Neuteil vom Hersteller
Beim Neuteil bekommen Sie ein fabrikneues Verteilergetriebe. Es wird bestellt, geliefert und eingebaut, Ihr altes Getriebe geht als Altteil zurück.
Was dabei passiert: Kein Zerlegen, keine Schadensanalyse, kein Instandsetzungsaufwand. Die Werkstatt baut aus, baut ein, füllt BMW DTF-1 ein und kalibriert.
Dauer: Der eigentliche Ein- und Ausbau liegt bei 4 Stunden. Entscheidend ist die Beschaffung — je nach ATC-Typ und Baureihe ist ein Neuteil sofort verfügbar oder gar nicht mehr lieferbar. Gerade bei älteren Typen wie dem ATC300 oder ATC400 ist das ein realer Engpass.
Für wen lohnt es sich: Für Fahrzeuge, die noch in der Herstellergarantie oder in einer Anschlussgarantie stehen, und für Fälle, in denen ein Gutachter oder eine Versicherung ein Neuteil verlangt. Ansonsten ist es der Weg mit dem größten Aufwand.
Weg 2: Generalüberholtes Austauschgetriebe
Beim Austauschgetriebe bekommen Sie ein bereits fertig überholtes Getriebe desselben ATC-Typs aus dem Regal. Ihr altes Getriebe geht als Altteil zurück und wird dort seinerseits überholt.
Was dabei passiert: Das Austauschgetriebe wurde vorher komplett zerlegt, gereinigt, vermessen, mit neuem Lagersatz und neuen Dichtungen versehen, die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung wurde beurteilt und bei Bedarf erneuert. Danach läuft es durch die Prüfung und geht ins Lager. In Ihrem Fahrzeug findet nur noch Ein- und Ausbau, Befüllung und Kalibrierung statt.
Dauer: Das ist der schnellste Weg. Da das Getriebe fertig bereitliegt, bleibt es beim Ein- und Ausbau von 4 Stunden. Das Fahrzeug steht in der Regel nur einen Tag.
Garantie: Bei Versand des Austauschgetriebes 12 Monate. Wird es bei uns in der eigenen Werkstatt Autozentrum Garbsen eingebaut, sind es 15 Monate.
Für wen lohnt es sich: Für alle, die auf das Auto angewiesen sind und keine Standzeit hinnehmen können. Auch für Werkstätten, die einen festen Termin planen wollen, ohne vorher zu wissen, was im Getriebe steckt.
Weg 3: Instandsetzung des eigenen Getriebes
Hier bleibt Ihr Getriebe Ihr Getriebe. Es wird ausgebaut, zerlegt, gereinigt, das Schadensbild wird bestimmt, alle Verschleißteile werden erneuert, dann geht es zusammen und wieder ins Fahrzeug.
Was dabei passiert: Der entscheidende Unterschied zum Austauschgetriebe ist die Reihenfolge. Erst wenn das Getriebe offen auf der Bank liegt, weiß man, wie weit der Schaden gegangen ist — ob nur Lager und Dichtungen fällig sind, ob das Lamellenpaket mit muss, ob der Stellmotor oder die Kugelrampe betroffen sind.
Dauer: Länger als beim Austauschgetriebe, weil zum Ein- und Ausbau die Instandsetzung selbst dazukommt. Ist zusätzlich das Vorderachsgetriebe im Spiel, kommen dafür 6 bis 10 Stunden Arbeitszeit hinzu, je nach Fahrzeug und Motorisierung.
Garantie: Auch hier gelten 12 Monate bei Versand und 15 Monate bei Einbau in unserer Werkstatt.
Für wen lohnt es sich: Für Fahrzeuge, bei denen das eigene Bauteil erhalten bleiben soll, für seltene ATC-Typen, für die kein Austauschgerät im Regal liegt, und für Fälle, in denen ohnehin schon andere Arbeiten am Antriebsstrang anstehen.
Der Ein- und Ausbau: bei allen drei Wegen derselbe Festpreis
Ein Teil der Kosten ist bei allen drei Wegen gleich, denn ausgebaut und eingebaut werden muss immer. Dafür gelten in unserer Werkstatt feste Preise:
- Ein- und Ausbau Verteilergetriebe: 390 €
- Ein- und Ausbau Vorderachsgetriebe: 690 €
- Ein- und Ausbau Vorderachsgetriebe bei V8-Fahrzeugen: 890 €
Diese Beträge stehen fest, unabhängig davon, ob am Ende ein Neuteil, ein Austauschgetriebe oder Ihr instandgesetztes eigenes Getriebe eingebaut wird. Enthalten sind Demontage, Montage, die Kalibrierung über BMW ISTA und die Probefahrt. Beim Vorderachsgetriebe ist keine Programmierung nötig; dort entfällt die Kalibrierung. Alle Ein- und Ausbaupreise im Überblick finden Sie auf unserer Preisseite.
Was den Preis des Getriebes bestimmt
Unsere generalüberholten Austauschgetriebe liegen zwischen 1.390 und 1.790 Euro brutto. Für ein Neuteil vom Hersteller nennen wir den Preis auf Anfrage. Wo Ihr Fahrzeug innerhalb der Spanne landet, bestimmen diese Punkte:
Der ATC-Typ. ATC13, ATC300, ATC350, ATC35L, ATC400, ATC450, ATC45L, ATC500 und ATC700 unterscheiden sich in Bauart, Teileverfügbarkeit und Aufwand deutlich.
Der Schadensumfang. Ob nur der Lagersatz fällig ist oder ob das Lamellenpaket, die Kugelrampe und die Verzahnung mitgenommen wurden, macht den größten Unterschied. Wer lange mit dem Ruckeln im warmen Zustand beim Beschleunigen weitergefahren ist, findet hier meist mehr vor.
Ob der Stellmotor betroffen ist. Der Stellmotor ist ein eigenständiges Bauteil und wird getrennt betrachtet.
Der Zustand des Altteils. Bei Austauschgetrieben zählt, in welchem Zustand Ihr eingesandtes Getriebe zurückkommt.
Ob weitere Bauteile mitbetroffen sind. Meldet sich zusätzlich das Vorderachsgetriebe mit Schleifgeräusch, Brummen oder Heulen, ändert das den Umfang. Der Preis dafür: auf Anfrage.
So kommen Sie zu einer belastbaren Auskunft
Halten Sie die Fahrgestellnummer, die Baureihe und eine kurze Beschreibung der Symptome bereit — Ruckeln im warmen Zustand beim Beschleunigen, Ruckeln beim Rangieren, Hüpfen in Kurven bei langsamer Geschwindigkeit, 4x4-Lampe. Damit lässt sich der ATC-Typ eindeutig bestimmen und der passende Weg besprechen.
Rufen Sie uns dazu einfach an: 0163 - 1553322, auch über WhatsApp. Wir sagen Ihnen ehrlich, welcher der drei Wege bei Ihrem Fahrzeug sinnvoll ist — auch dann, wenn es der günstigere ist.
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